Rainbow sheep

The rainbow sheep (Arcovis caelestis)  lives on the sheer cliffs along the western coast of  Ireland. Newborn, its wool is white. However, with age and territorial change, it acquires a multi-coloured pattern of dots. After heavy rain rainbow sheep develop their characteristic rainbow wool. That’s why you can actually use them as weather *hind*cast!

Here is some visual evidence that the rainbow sheep is not a myth:???????????????????????????????

Neue (falsche) Freunde …

1) Von Monstern und Patronen

Die holländischen Wörter “monster” und “patroon” bezeichnen – neben den auch im Deutschen gebräuchlichen Begriffen “Monster” und “Patron” (sowie nebenbei auch “Patrone”, zum Gebrauch in Schusswaffen) – noch etwas, was man in der deutschen Sprache eigentlich nicht erwarten würde: Muster! Dabei handelt es sich bei einem “monster” um ein Warenmuster oder eine analytische Probe (Laboranten und Laborratten dürfen jetzt mitlachen!), und bei einem “patroon” um ein Ziermuster oder eine Mustervorlage!

2) Viel Wasser …

… findet man üblicherweise in Seen und Meeren. Darüber sind sich deutsch- und holländischsprechende Menschen einig, auch wenn die Holländer das S durch ein Z ersetzen. Nicht ganz so eindeutig ist, welche der beiden Wassermassen die größere ist. Während die deutschsprachigen Menschen meist sicher sind es wäre das Meer, halten die holländischsprachigen daran fest es wäre „de zee“ und „meeren“ seien kleiner. Beide haben in ihrer eigenen Sprache recht. Und so ganz unlogisch ist es ja nicht – das Englische sagt ja auch „sea“ zum Meer, und selbst das Deutsche kennt „die See“. Und warum sind dann „meeren“ kleiner? Der Baumgeist ist leider kein Etymologe, aber der Verdacht liegt nahe, dass das holländische „meer“ eher mit dem britisch-englischen Wort „mere“ verwandt ist, das ebenfalls einen Weiher oder kleinen See bezeichnet.

Zegel en Zeil – Segel und Seil?

Es scheint auf der Hand zu liegen und es sieht auch fast gleich aus, aber leider leider … und was noch viel schlimmer ist: een zeil ist tatsächlich ein Segel! Und der Rest? Een zegel ist ein Siegel, oder, heutzutage wesentlich gebräuchlicher in der Zusammensetzung “postzegel” – eine Briefmarke! Für das Seil gibt es jedoch ein holländisches Wort, das dem deutschen Sprachgebrauch sehr entgegen kommt: Touw, sprich Tau, und das kennt das Deutsche auch!

Von Seilen und Tauen gesprochen … sobald es etwas dünner wird bei den Fäden ist wieder Vorsicht geboten, wird ein Faden, oder eine Schnur, im Holländischen doch als “draad” bezeichnet! Und das Wort “snoer” bezeichnet ein Kabel … obwohl dieses aus wesentlich mehr Draht besteht als die zuerst genannte Schnur! 😉 Also hier ist etwas Obacht geboten.

Let me take a ride on the tube…

Baumgeist has been to London to learn a thing or two about how they grow in other forests. From previous missions to the UK, she brought along assorted  leftovers of currency – a Northern Irish 10£ note, a Scottish 20£ note and a British 5 £ note, and a few coins amounting to about 1.30 £. Stepping out of the plane at Heathrow International Airport – one of the largest in Europe, she hopefully makes her way to the tube station, with the humble wish to buy a ticket, which should not be a problem (she thinks).

She stops short as she sees the queue at the ticket office and decides to get her ticket at one of those lovely vending machines. It is soon clear that travelling to downtown London is a question of 5.5£, so suddenly it does not sound like a good idea that said vending machine doesn’t give change, as it says in big red letters. Anyway, it also says that it will accept cards, so it is chosen – of course Baumgeist has a card on her.

But alas, the machine rejects the card, even though it matches the allowed type. Unwilling to give the London tube service 50 p as a gift, Baumgeist abandons the machine … and finds another, that clearly suggests it is returning change. Furthermore, it has a real human assistant standing next to it. He shows Baumgeist the short way of getting a ticket to zone 1, but starts grinning, when she puts in the 5£ note: “this note is very old,” he says, “noone will take it. You should keep it and collect it! Or take it to a bank.” Baumgeist wonders for a second if it was really such a long time that she was in London, and decides it’s only been 5 years so… maybe the note became outdated in the meantime. Never mind, there is still the Scottish … “No, we don’t take Scottish money here” – “Northern Irish?” – Mr Assistant grins. “Don’t you have a card?” “Actually I have one, but the machine doesn’t take it!” (showing off card) “Ah right, this type must be from UK to be valid. Sorry, it says so only in very fine print.” Here the offering of help stops. A lady has overheard our conversation and in a friendly but slightly sarcastic way adresses Mr Assistant. “So… you don’t sell tickets, you are not a conductor …let’s establish who you are first so I know what I can ask you!” Turns out he is the assistent to the uncooperative vending machine. Could have told her. The lady gets in the queue which is elongating steadily with each victim of the machine and its assistent. Baumgeist has only one more chance: “Is there a cash dispenser around here somewhere? One that will accept my card?”

There was. In the arrivals hall upstairs. Where Baumgeist got a shiny new British 20£ note to feed to the vicious machine which did, indeed give lots of change which was, in turn, fed to a non-changing ticket machine on the way back, two days later.

As Baumgeist later got to know, most cashiers in London would actually be expected to accept Scottish and Northern Irish money. Maybe queuing would have helped???

Aus aktuellem Anlass … Nikolaus in Holland und Österreich – eine Übersicht!

Wer in Österreich Nikolaus gefeiert hat, kennt nur die Hälfte der Geschichte. Man kennt die Geschichte des Bischofs von Myra, der Geschenke an die Armen verteilt hat. In Österreich kommt er am 6. Dezember zu den Kindern und bringt Süßigkeiten und gelegentlich kleine Geschenke. Dabei hilft ihm der Krampus, der sich um die weniger gehorsamen Kinder kümmert. Der Nikolaus, so erzählt man sich in Österreich, kommt mit dem Esel. Woher er kommt und wohin er geht – darüber wird nicht so viel gesprochen.

Anders in Holland: Dort kennt man den Hintergrund vom Heiligen Nikolaus, den sie dort Sint Nicolas, Sinterklaas oder einfach nur Sint nennen, dem Bischof von Myra, nur vage. Einig ist man aber noch beim Feiern – einigermaßen … denn die Schokolade und Geschenke für die Kinder (wenn auch etwas ausufernder als in der Alpenrepublik) sind so ungefähr dasselbe. Doch im Gegensatz zu den Österreichern sind die Holländer über die Reisemodalitäten des Nikolaus wesentlich besser aufgeklärt: Er kommt aus Spanien. Mit einem Schiff. In Holland selber bewegt er sich dann auf dem Pferd fort (und gelegentlich auf dem Fahrrad, vor allem in Amsterdam Downtown …). Aber zu den Kindern kommt er schon am 5. Dezember. Einen Krampus kennen die Holländer nicht. Stattdessen gibt es die Zwarte Pieten (aka “gekleurde Pieten” um politisch korrekt zu bleiben), die als Knechte des Nikolaus fungieren. Ist ja auch alles eine Riesenlogistik – das Schiff fahren, das Pferd füttern, den Sack mit den Geschenken tragen, und natürlich die Rute und die vielen Säcke für die nicht ganz so braven Kinder, die mit nach Spanien genommen werden (was eigentlich gar nicht so ganz schlimm ist im Vergleich mit den armen kleinen österreichischen Kindern, denen man gar nicht dazusagt, wohin sie der Krampus bringt!). Warum die Pieten schwarz sind, sei an dieser Stelle nur kurz angerissen. Man sagt sie wären Mohren, da diese in Spanien überwiegend gelebt haben, und daher hatte Nikolaus wohl auch welche als Diener. Man sagt auch, es sei vielleicht gar nicht so diskriminierend gelaufen und die Pieten seien nur deshalb schwarz, weil sie die Geschenke durch den Schornstein abliefern und es dort rußig ist. Was davon stimmt sei dahingestellt. Heutzutage sind die Pieten jedenfalls maximal vom Ruß schwarz. Am 6. Dezember ist Sinterklaas wieder dahin, auf seinem Schiff … sagt man.

Der findige Leser hat aus diesen Geschichten bereits die wichtigsten Fakten für ein komplettes Bild der Nikolaus’schen Reise- und Transportlogistik extrahiert – hier sei sie nochmals zusammengefasst.

Nikolaus kommt aus Myra, irgendwo in der heutigen Türkei, mit dem Schiff erst mal nach Spanien. Entweder dort, oder bereits in seiner Heimat organisiert er sich seinen Trupp an zwarte Pieten (die zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich noch gar nicht schwarz sind) um ihm ein paar Wochen lang zu helfen. Jedenfalls muss er in Spanien Station machen, denn es ist von dort ja noch eine Weile zu schippern bis nach Holland. Er hat allerhand Sachen dabei: Ein Pferd, einen Esel, ein paar Ruten, ein paar Ketten, kleine und größere Geschenke für Kinder zwischen 1 und 99 Jahren und wahre Unmengen an Süßigkeiten – vor allem Schokolade, Marzipan, Nüsse und Lebkuchen (Dabei wird eigentlich logisch warum die übriggebliebenen Schoko-Osterhasen im Frühling gleich wieder eingeschmolzen und zu Nikoläusen verarbeitet werden – da muss man rechtzeitig anfangen). So ausgerüstet segelt er also mit seinen Helfern nach Holland, wo er Ende November ankommt. Er bleibt dort ein paar Wochen um sich ein Bild zu machen, was jedes Kind braucht.

Am 5. Dezember geht/radelt/reitet er mit seiner Gefolgschaft von Haus zu Haus. Die Pieten stopfen Geschenke in Schornsteine (die kommen dann irgendwo im Zentralheizungssystem wieder raus und manifestieren sich auf dem Gabentisch), andere nehmen die schlimmen Kinder mit nach Spanien, wieder andere zeigen Kindern die Rute, damit diese ihren Kindern und Kindeskindern noch stolz berichten können, dass sie noch wissen, wie eine Rute ausgesehen hat. Der Nikolaus selber hat alle Hände voll zu tun um die Süßigkeiten zu verteilen – in die Stiefel der Kinder, die sie – mit Karotten für das Pferd gefüllt – vor den Ofen (oder die Heizung?) gestellt haben. Das Pferd hat am 5. Dezember auch viel zu tun: Es frisst sich ein Unglück an den Karotten von ein paar Millionen holländischen Kindern.

Hinterher geht es zurück aufs Schiff: Kinder verstauen, das Pferd in die stabile Seitenlage bringen und mitsamt den Pieten und dem Schiff zurück nach Spanien schicken. Nikolaus selber nimmt aber von hier ab ein anderes Pferd, holt Knecht Ruprecht an der Deutschen Grenze ab und zieht seine Runde durch ganz Deutschland. Der Baumgeist weiß nicht so ganz genau was er dort alles tun muss, ist aber sicher, dass es eine Menge Arbeit involviert und dass Knecht Ruprecht sich noch um einiges kümmern muss, wenn sich der Nikolaus an der deutsch-österreichischen Grenze verabschiedet und ihm sein Pferd zurücklässt (in welchem Zustand sei dahingestellt, denn wenn einige Millionen deutsche Kinder es wie das holländische Pferd mit Karotten mästen, braucht auch dieses Pferd danach vor allem eines: einen Tierarzt!).

Von nun an muss der Nikolaus mit dem Esel weiter – zum Glück ist der Sack mit dem Proviant nun bereits etwas leichter, denn die österreichischen Kinder bekommen ihre “großen” Geschenke schließlich vom Christkind. Man muss aber bedenken, dass sich all das in einer Nacht ausgehen muss – heimlich aus Holland verschwinden (und die Holländer glauben zu lassen, dass er nach Spanien geht), ganz Deutschland beliefern und dann auch noch Österreich! Es ist aber davon auszugehen, dass Nikolaus einen schnellen Esel hat, der noch dazu vor der Reise nach Deutschland und Österreich wochenlang auf dem Schiff (von Spanien) geurlaubt hat und der gar nicht weiß wie schnell er von der wackligen Wasseroberfläche weg und auf richtiges Land kommen soll … anzunehmenderweise gehört all dies zur Taktik!

In Österreich trifft sich der Nikolaus schließlich mit seinem alten Freund dem Krampus. Er überreicht ihm feierlich die Ketten und die Rute – Sack braucht der Krampus keinen, denn er hat ja seine Putte – und dann ziehen sie gemeinsam weiter. Krampus macht vor allem Lärm, Nikolaus füllt Stiefel, Teller und sonstige bereitgestellte Gefäße und der Esel, auch wenn er anfängt etwas hungrig zu werden, ist froh dass er nicht das Schicksal des holländischen (und möglicherweise auch des deutschen) Pferdes teilt, das wahrscheinlich noch ein paar Wochen Bauchweh hat.

Am Ende des 6. Dezember gehen Krampus und Nikolaus wieder getrennter Wege. Während der Nikolaus den Krampus schon lang kennt, weiß er doch zu schätzen, dass er mit ihm nicht so viel Zeit verbringen muss, wie mit den Pieten in Holland. Doch eins haben sie gemeinsam: sie kümmern sich gut um die Kinder. Und die meisten, die einige Zeit mit dem Krampus verbracht haben, sind im nächsten Jahr brav wie die Lämmchen (und sie sind jedenfalls im folgenden Jahr wieder bei ihren Familien, was bedeutet, dass sie jedenfalls nicht verschwinden).

Nikolaus und sein Esel machen sich danach wieder auf in die Türkei (möglicherweise auch noch in ein paar andere Länder, die der Baumgeist hier nicht berücksichtigt hat). Am Ende haben sie aber jetzt Zeit für die Heimreise. Wenn sie keine Lust haben zu Fuß zu gehen setzen sie sich vielleicht sogar von Österreich aus tatsächlich auf ein Schiff – die Donau geht schließlich bis ans Schwarze Meer!

Aus der Kuriositätensammlung: Oh, du lieber Nikolaus …

Schauplatz: Einkaufsstraße und Shoppingcenter etwas außerhalb von Amsterdam

Zeit: etwa eine Woche vor dem Nikolausfest

Szene: Sambarhythmus tönt durch die Straße, eine kleine Gruppe von „gekleurde Pieten“ (der Helfer des Nikolaus darf ja fast nicht mehr „schwarzer“ sondern nur mehr „farbiger“ Piet genannt werden und ist daher auch oft schon bunt statt schwarz geschminkt!) tanzt die Geschäfte entlang und verteilt Luftballons an Kinder. Und da beginnt die Melodie des Stückes: „Oh du lieber Augustin, Augustin, Augustin …“ noch immer vor besagtem Sambarhythmus. Die Kinnlade sinkt nach unten und Fragezeichen treten in die Augen vom Baumgeist.

Des Rätsels Lösung: Das Lied vom lieben Augustin ist in Holland zwar auch bekannt, mit gleicher Melodie. Man hat aber auch einen Alternativtext für ein Nikolauslied darauf gedichtet: „Daar wordt aan de deur geklopt – hard geklopt, zacht geklopt; daar wordt aan de deur geklopt – wie zou dat zijn?” (Da wird an der Tür geklopft – laut geklopft, leise geklopft; da wird an der Tür geklopft – wer mag das sein?). Und der Sambarhythmus? Der war wohl ein Marketing-Gag, denn der entspricht auch in Holland nicht der Originalversion!